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Der neue Alltag

Die Ferien sind zu Ende – Reisen war uns nicht möglich. Wir leben weiterhin in einer schwierigen Situation – der uns bekannte Alltag ist noch nicht wieder zurück. Wir müssen lernen mit dem Coronavirus zu leben, er ist ein Teil unserer jetzigen Normalität.

Das bringt aber immer wieder neue Herausforderungen in unser Leben. Es gibt neues zu organisieren und zu planen. Wer braucht eine Maske, wo und
wieviele? Haben wir noch welche zu Hause? Findet der Sportunterricht statt und unter welchen Bedingungen,…Auch ihre Kinder spüren die Unsicherheit und haben vielen Fragen rund um das Thema Corona. Nehmen sie sich Zeit für die Fragen der Kinder, erklären sie die Situation. Kinder möchten ihre Umwelt begreifen – es gibt ihnen Sicherheit, Bescheid zu wissen. Zeigen sie ihren Kindern auf, dass sie handlungsfähig sind und einen positiven Einfluss haben können, durch Einhaltung der Hygienemassnahmen. In der Zwischenzeit gibt es einige kindgerechte Informationen zum Thema, z.B Geolino Zeitschrift, die sie gerne mit ihren Kindern durchlesen können.

Es ist aber auch wichtig in der turbulenten Zeit, sich Zeit für sich zu nehmen, bewusst kleine Pausen einlegen, aufzutanken für den Alltag. Sind wir ausgeruht und entspannt, können wir besser auf die Bedürfnisse der anderen reagieren. Was hilft Ihnen zu entspannen -  lesen, mit einer Kollegin / einem Kollegen sich austauschen, joggen gehen,…? Denken sie daran, dass sie nicht alles optimal meistern müssen. Achten sie auf die Dinge, die gut funktionieren. Nehmen sie sich Zeit die guten Dinge des Alltags zu erkennen und wertzuschätzen.

«Es sind die Sturmtage, die den Strand verändern und nicht die Tage mit blauem Himmel» (Wie man den Wind aufhält)

Gemeinsam Eltern sein

Eine Trennung / Scheidung ist für alle Beteiligten eine schmerzhafte Erfahrung, verbunden häufig mit langanhaltenden Verletzungen und Enttäuschungen. Bei gemeinsamen Kindern wird die neue Herausforderungen noch grösser. Aufgrund von eigenen Verletzungen und Bedürfnissen ist es schwer auch noch auf die Bedürfnisse der Kinder angemessen zu reagieren. Es ist dabei von grosser Bedeutung, dass sie ihre eigenen Gefühle wahrnehmen und lernen damit angemessen umzugehen, so dass Kinder nicht darunter leiden. Es ist oft schwer, dass alles alleine zu meistern, scheuen sie sich nicht Hilfe anzunehmen. Es wird auch einige Zeit brauchen, bis alles neu organisiert ist und Verletzungen nicht mehr allzu schmerzen.

Trotz allen Schwierigkeiten ist es für die Entwicklung der Kinder sehr wichtig, dass sie auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen – gemeinsam eingehen, denn sie bleiben gemeinsam Eltern! Chronisch zerstrittene Eltern bereiten ihren Kindern einen extrem steinigen Lebensweg.

 

Kinder / Jugendliche leben häufig in der Angst, einen Elternteil zu verlieren. Einige sind überzeugt davon, dass sie und ihr Verhalten, Schuld an der Trennung der Eltern sind. Sie versuchen alles in Bewegung zu setzen, dass die Eltern wieder zusammenkommen. Es ist ihre Herausforderung als Eltern, den Kindern / Jugendlichen ihre Sorgen zu nehmen. Hierbei gilt es einige Regeln zu beachten und im Hinterkopf zu behalten, dass Kinder beide Elternteile lieben:

 

·        Sie als Eltern tragen beide die Verantwortung für ihre Kinder, nur so fühlen sich Kinder von beiden Eltern getragen, das beinhaltet:

o   Kontakt ermöglichen zu beiden Elternteilen (Telefon, persönlich,…)

o   Zusammenarbeit bei wichtigen Themen

o   Finanzielle Absicherung der Kinder

·        Zusammenarbeit in der Erziehung, grundsätzliche Dinge sollten bei beiden gleich sein (Medienkonsum, Schlafenszeiten, Hausaufgaben,…)

·        Oft ist die Kommunikation zwischen den Eltern sehr schwierig und unmöglich, nutzen sie ihre Kinder aber niemals als Vermittler von Botschaften. Können Sie nicht miteinander sprechen, dann regeln sie die wichtigen Dinge per Mail oder Post oder schalten einen Mediator ein. Das Einbeziehen der Kinder in die Konflikte der Eltern ist schädlich.

·        Kinder haben das Recht eine Beziehung zu beiden Elternteilen zu führen, verweigern sie daher kein Besuchsrecht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, von begleitendem Umgang, über nur stundenweise bis hin zu Tagen und Nächten.

·        Respekt dem anderen Elternteil gegenüber zeigen und nicht schlecht reden vor den Kindern, Akzeptanz von neuen Partner

 

Eine Trennung ist schmerzlich, aber nicht das Ende der Familie. Die Kinder haben weiterhin Vater und Mutter, allerdings an zwei verschiedenen Standorten. Es ist wichtig, die Kinder hierbei zu unterstützen und ihnen den Weg so leicht, wie möglich zu machen. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an:

Silke Schurig, Familienpunkt Seeland, Kirchgasse 4 in 3250 Lyss, s.schurig(at)familien-punkt.ch oder 032 530 40 29